{"id":514,"date":"2026-08-04T19:54:43","date_gmt":"2026-08-04T17:54:43","guid":{"rendered":"https:\/\/customersuccess.eu\/?p=514"},"modified":"2026-08-05T21:53:04","modified_gmt":"2026-08-05T19:53:04","slug":"warum-unternehmen-customer-success-management-brauchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/customersuccess.eu\/index.php\/2026\/08\/04\/warum-unternehmen-customer-success-management-brauchen\/","title":{"rendered":"Warum Unternehmen Customer Success Management brauchen"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Warum Unternehmen Customer Success Management brauchen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Vertrag ist unterschrieben, der Kunde hat Zugriff auf die L\u00f6sung und die Rechnung ist gestellt. Trotzdem nutzt der Kunde nur einen Teil der Funktionen. Verbesserungen, die mit der L\u00f6sung einhergehen sollten, treten in zu geringem Umfang ein, werden nicht wahrgenommen und lassen sich nicht belegen. Neue Ansprechpartner kennen die urspr\u00fcnglichen Kaufgr\u00fcnde nicht. Kurz vor der n\u00e4chsten Vertragsverl\u00e4ngerung stellt sich der Kunde schlie\u00dflich eine unangenehme Frage:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Welchen konkreten Nutzen erzielen wir eigentlich mit dieser L\u00f6sung?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele Unternehmen beantworten diese Frage zu sp\u00e4t. Vertrieb und Account Management kennen Vertrag, Umsatzpotenzial sowie kommerzielle Beziehung. Ihre Aufgabe ist der Vertragsabschluss, sei es im Hinblick auf das Erstgesch\u00e4ft, die Vertragsverl\u00e4ngerung, den Upsell oder Crosssell. Technisches KnowHow findet sich hier eher selten und die Implementierung findet deshalb an anderer Stelle statt, z.B. durch ein Onboarding-Team, dessen Aufgabe nach einer gewissen Zeit abgeschlossen ist. Der Support l\u00f6st weiterhin technische Probleme der Kunden, arbeitet dabei aber reaktiv, wenn auch l\u00f6sungsorientiert. Doch wer begleitet den Kunden, wenn es darum geht, die im Vertrieb gegebenen Versprechen in die Tat umzusetzen? Den Kunden mit der Integration der L\u00f6sung in seine Abl\u00e4ufe nicht allein zu lassen, sondern den Weg vom versprochenen Nutzen bis zum nachweisbaren Kundenergebnis zu koordinieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genau an dieser Stelle setzt Customer Success Management an. Die Forschung beschreibt es als proaktiven Managementansatz f\u00fcr die Post-Sales-Phase, der die erfolgreiche Nutzung einer L\u00f6sung und die Wertrealisierung des Kunden systematisch unterst\u00fctzt (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.indmarman.2020.08.001\">Hilton et al., 2020<\/a>; <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.ijresmar.2023.09.002\">Hochstein et al., 2023<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit vorweg<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Customer Success Management wird besonders relevant, wenn der wirtschaftliche Erfolg eines Anbieters von fortgesetzter Nutzung, Vertragsverl\u00e4ngerungen und dem Ausbau bestehender Kundenbeziehungen abh\u00e4ngt. Es organisiert die gemeinsame Arbeit an Kundenzielen, Nutzung und messbarer Wertrealisierung. Customer Success ersetzt weder Vertrieb und Account Management noch Implementierung oder Support. Der Ansatz schlie\u00dft eine Verantwortungs- und Steuerungsl\u00fccke zwischen dem Wertversprechen beim Kauf und dem nachweisbaren Ergebnis im Betrieb des Kunden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Vertragsabschluss verkauft zun\u00e4chst ein Versprechen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unternehmen kaufen Produkte und Dienstleistungen nicht um ihrer selbst willen. Sie wollen Prozesse beschleunigen, Kosten senken, Risiken beherrschen, Ums\u00e4tze erh\u00f6hen oder ihre Leistungsf\u00e4higkeit verbessern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Vertragsabschluss zeigt zun\u00e4chst, dass der Kunde dem Nutzenversprechen eines Anbieters vertraut. Ob daraus ein relevantes Ergebnis entsteht, entscheidet sich erst w\u00e4hrend der Einf\u00fchrung und Nutzung. Die Forschung zu B2B-L\u00f6sungen bezeichnet den im Anwendungskontext entstehenden Nutzen als <strong>Value-in-Use<\/strong>. Er h\u00e4ngt nicht allein von der Qualit\u00e4t des Produkts ab, sondern auch von den Ressourcen und Prozessen des Kunden sowie von der gemeinsamen Integration beider Seiten (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1509\/jm.15.0109\">Macdonald, Kleinaltenkamp und Wilson, 2016<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Unternehmenspraxis lassen sich drei Ebenen unterscheiden:<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"1\" class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Value Proposition:<\/strong> Der Anbieter beschreibt einen m\u00f6glichen Nutzen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Adoption:<\/strong> Der Kunde integriert die L\u00f6sung in relevante Prozesse und verwendet sie.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Value Realization:<\/strong> Der Kunde erreicht dadurch angestrebte und \u00fcberpr\u00fcfbare Ergebnisse.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwischen diesen Ebenen k\u00f6nnen erhebliche L\u00fccken entstehen. Eine Software kann technisch einwandfrei implementiert sein, ohne dass Anwender ihre Arbeitsweise ver\u00e4ndern. Eine hohe Zahl von Log-ins kann Aktivit\u00e4t anzeigen, ohne einen wirtschaftlichen Effekt zu belegen. Auch Zufriedenheit und Kundenerfolg sind nicht gleichzusetzen: Zufriedenheit beschreibt eine Bewertung der Erfahrung; Kundenerfolg richtet den Blick auf die Zielerreichung durch die Nutzung der L\u00f6sung (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s11747-025-01121-5\">Gehring et al., 2026<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Verkauft wird ein Wertversprechen. Gebunden wird der Kunde durch realisierten und sichtbaren Wert.<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Unterscheidung bildet den Ausgangspunkt des Customer Success Managements.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wiederkehrende Erl\u00f6se ver\u00e4ndern die wirtschaftliche Verantwortung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In transaktionalen Gesch\u00e4ftsmodellen entsteht ein wesentlicher Teil des Anbieterumsatzes mit dem Verkauf. Danach liegt das wirtschaftliche Risiko der erfolgreichen Verwendung vor allem beim K\u00e4ufer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Abonnements, nutzungsabh\u00e4ngige Angebote und langfristige Servicevertr\u00e4ge ver\u00e4ndern diese Logik. Ein erheblicher Teil des m\u00f6glichen Anbieterumsatzes entsteht erst nach dem ersten Vertragsabschluss. Er h\u00e4ngt von Verl\u00e4ngerungen, fortgesetzter Nutzung und gegebenenfalls Erweiterungen ab. B2B-Anbieter mit wiederkehrenden Erl\u00f6sen m\u00fcssen deshalb nicht nur Kunden gewinnen, sondern \u00fcber die Vertragslaufzeit hinweg zur Wertrealisierung beitragen. Bleibt der Nutzen aus, verschlechtern sich die Voraussetzungen f\u00fcr Renewal und Wachstum (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1177\/1094670521997565\">Hochstein et al., 2021<\/a>; <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.indmarman.2024.01.014\">Kowalkowski und Ulaga, 2024<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Abh\u00e4ngigkeit zeigt sich in der Praxis an wiederkehrenden Situationen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Laufende Kosten werden in Budgetrunden erneut gepr\u00fcft.<\/li>\n\n\n\n<li>Neue Entscheider hinterfragen fr\u00fchere Kaufentscheidungen.<\/li>\n\n\n\n<li>Produkte und Nutzungsm\u00f6glichkeiten entwickeln sich w\u00e4hrend der Vertragslaufzeit weiter.<\/li>\n\n\n\n<li>Kunden m\u00fcssen Prozesse, F\u00e4higkeiten und Verhaltensweisen anpassen.<\/li>\n\n\n\n<li>Technische Funktionsf\u00e4higkeit allein belegt noch keine erfolgreiche Ver\u00e4nderung.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Vertragsabschluss ist deshalb nicht der Endpunkt der Wertsch\u00f6pfung. Er er\u00f6ffnet eine gemeinsame Arbeitsphase, in der Anbieter und Kunde unterschiedliche Ressourcen verbinden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kundenerfolg entsteht durch gemeinsame Wertsch\u00f6pfung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Forschung zu Value Co-Creation beschreibt Wert nicht als fertiges Gut, das ein Anbieter produziert und anschlie\u00dfend an den Kunden \u00fcbergibt. Wert entsteht f\u00fcr den Kunden im Gebrauch; Co-Creation wird dort m\u00f6glich, wo Anbieter und Kunde unmittelbar interagieren und ihre Ressourcen verbinden (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s11747-012-0308-3\">Gr\u00f6nroos und Voima, 2013<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Anbieter stellt beispielsweise Software, Fachwissen, Implementierungsleistungen und Support bereit. Der Kunde bringt Ziele, Prozesse, Daten, Mitarbeitende, Entscheidungen und Ver\u00e4nderungsbereitschaft ein. Erst das Zusammenspiel dieser Beitr\u00e4ge erm\u00f6glicht das angestrebte Ergebnis. Die empirische Forschung zu B2B-L\u00f6sungen best\u00e4tigt, dass Kunden neben den Anbieterleistungen auch die Qualit\u00e4t ihrer eigenen Ressourcen, Prozesse und der gemeinsamen Ressourcenintegration bewerten (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1509\/jm.15.0109\">Macdonald, Kleinaltenkamp und Wilson, 2016<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Customer Success bedeutet daher nicht, dem Kunden seinen Erfolg abzunehmen. Der Anbieter kann die Zielerreichung unterst\u00fctzen, aber nicht einseitig garantieren. Beide Seiten m\u00fcssen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>die angestrebten Ergebnisse kl\u00e4ren,<\/li>\n\n\n\n<li>Erfolgskriterien operationalisieren,<\/li>\n\n\n\n<li>Verantwortlichkeiten festlegen,<\/li>\n\n\n\n<li>notwendige Beitr\u00e4ge koordinieren,<\/li>\n\n\n\n<li>Hindernisse bearbeiten und<\/li>\n\n\n\n<li>die erreichten Ergebnisse gemeinsam bewerten.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gehring, Ulaga, Eggert und Hochstein beschreiben Customer Success als mehrdimensionales, interorganisationales Leistungskonzept. Kundenerfolg umfasst demnach drei Dimensionen:<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"1\" class=\"wp-block-list\">\n<li>den <strong>Grad<\/strong> der Zielerreichung,<\/li>\n\n\n\n<li>die <strong>\u00dcbereinstimmung<\/strong> der Erfolgsbewertungen von Kunde und Anbieter sowie<\/li>\n\n\n\n<li>die <strong>Sichtbarkeit<\/strong> des erzielten Erfolgs (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s11747-025-01121-5\">Gehring et al., 2026<\/a>).<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade die Sichtbarkeit wird in der Praxis leicht untersch\u00e4tzt. Ein Kunde kann durch eine L\u00f6sung Verbesserungen erreichen. Werden diese nicht gemessen, dokumentiert und gegen\u00fcber den eigenen Entscheidern kommuniziert, ist ihr Beitrag zur n\u00e4chsten Budgetentscheidung begrenzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Customer Success muss Wert deshalb nicht nur unterst\u00fctzen. Es muss dem Kunden auch helfen, den erreichten Wert zu erkennen, zu bewerten und intern nachzuweisen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Weshalb Vertrieb und Account Management die L\u00fccke nicht automatisch schlie\u00dfen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vertrieb und Account Management sind f\u00fcr die Kundenbeziehung unverzichtbar. Ihre prim\u00e4re Verantwortung ist jedoch h\u00e4ufig kommerziell gepr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Vertrieb identifiziert Verkaufschancen, entwickelt Nutzenversprechen, verhandelt Konditionen und f\u00fchrt Interessenten zum Abschluss. Das Account Management betreut bestehende Gesch\u00e4ftsbeziehungen, verhandelt Vertr\u00e4ge und entwickelt Cross- und Upselling-Potenziale. Customer Success weist \u00dcberschneidungen mit diesen Aufgabenfeldern auf, unterscheidet sich aber durch seinen Ausgangspunkt: die systematische Unterst\u00fctzung des Kunden bei der Wertrealisierung durch die Nutzung der L\u00f6sung. Die Forschung ordnet Customer Success deshalb als eigenst\u00e4ndige, wenn auch eng verwandte Managementpraxis ein (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1080\/23311975.2024.2362811\">Madruga et al., 2024<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erfahrene Account Manager besitzen h\u00e4ufig ein ausgepr\u00e4gtes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr ihre Kunden. Ein struktureller Zielkonflikt kann dennoch entstehen, wenn dieselbe Rolle gleichzeitig verkaufen, beraten, betreuen und die Wertrealisierung des Kunden unabh\u00e4ngig bewerten soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die gleichzeitige Bew\u00e4ltigung von Service- und Verkaufsanforderungen wird als <strong>Service-Sales Ambidexterity<\/strong> bezeichnet. Forschungsergebnisse zeigen, dass sich beide Anforderungen grunds\u00e4tzlich miteinander verbinden lassen. Der Erfolg h\u00e4ngt jedoch von individuellen Orientierungen und organisatorischen Rahmenbedingungen ab; au\u00dferdem k\u00f6nnen Effizienznachteile entstehen (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1509\/jm.10.0448\">Jasmand et al., 2012<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Zielkonflikt betrifft deshalb nicht nur Verantwortlichkeiten und Kennzahlen. Verkaufsabschluss und Wertrealisierung stellen auch unterschiedliche Anforderungen an die Kompetenzen und handlungsleitenden Orientierungen der Mitarbeitenden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Vertrieb stehen typischerweise die Identifikation und Qualifizierung von Verkaufschancen, die \u00fcberzeugende Vermittlung eines Nutzenversprechens, Verhandlungskompetenz und Abschlussorientierung im Vordergrund. Customer Success ben\u00f6tigt dagegen st\u00e4rker diagnostische, bef\u00e4higende und orchestrierende F\u00e4higkeiten. Kunden m\u00fcssen dabei unterst\u00fctzt werden, ihre Ziele zu konkretisieren, notwendige Ver\u00e4nderungen zu erkennen, die L\u00f6sung in ihre Prozesse zu integrieren und erzielte Ergebnisse zu bewerten. Daf\u00fcr sind neben Produkt- und Branchenwissen insbesondere Beratungskompetenz, Gesch\u00e4ftssinn, Stakeholder-Management, Moderationsf\u00e4higkeit, Ver\u00e4nderungsbegleitung und eine datenbasierte Wertbewertung erforderlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch das zugrunde liegende Mindset unterscheidet sich in seinem Ausgangspunkt. Die vertriebliche Handlungslogik beginnt \u00fcblicherweise bei einer identifizierten Verkaufschance und der Frage, welche Leistung zu den Anforderungen des Kunden passt. Customer Success beginnt dagegen mit der Frage, welches relevante Ergebnis der Kunde erreichen will und welche Voraussetzungen daf\u00fcr noch fehlen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kommerzielles Denken verliert dadurch nicht an Bedeutung. Es wird jedoch konsequent an der Wertrealisierung des Kunden ausgerichtet. Expansion ist nicht der Ausgangspunkt der Kundenarbeit, sondern m\u00f6glichst die Folge eines zus\u00e4tzlichen, plausibel erreichbaren Kundennutzens.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Unterscheidung ist nicht als starre Trennung von Personen oder Berufsbildern zu verstehen. Erfahrene Account Manager k\u00f6nnen ein ausgepr\u00e4gtes Customer-Success-Mindset besitzen. Umgekehrt kann eine als Customer Success Manager bezeichnete Rolle weiterhin prim\u00e4r vertrieblich gesteuert sein. Die Stellenbezeichnung allein sagt daher wenig dar\u00fcber aus, welche Handlungslogik im Alltag tats\u00e4chlich dominiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ob eine Person kundenwertorientiert handeln kann, h\u00e4ngt zudem nicht allein von ihren individuellen F\u00e4higkeiten ab. Rollenauftrag, Kapazit\u00e4ten, Entscheidungsbefugnisse, Kennzahlen und Verg\u00fctungssysteme bestimmen wesentlich mit, welches Verhalten m\u00f6glich, erwartet und belohnt wird. Mitarbeitende k\u00f6nnen nicht dauerhaft an kurzfristigem Umsatz gemessen und zugleich f\u00fcr eine unabh\u00e4ngige Bewertung der langfristigen Kundenwertrealisierung verantwortlich gemacht werden, ohne den daraus entstehenden Zielkonflikt bewusst zu gestalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einen zentralen Bezugsrahmen f\u00fcr die organisatorische Logik des Customer Success Managements liefern Hochstein et al. (2021). Customer Success umfasst demnach drei miteinander verbundene Aufgaben: Kunden auf die gemeinsame Wertsch\u00f6pfung vorzubereiten und dazu zu bef\u00e4higen, den durch die L\u00f6sung realisierten Wert sichtbar zu machen sowie Kundeninteressen innerhalb des Anbieterunternehmens zu vertreten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Organisatorisch bildet die Customer-Success-Funktion eine strukturelle Alternative zur dauerhaften Vermischung von Verkaufs-, Service- und Wertrealisierungsaufgaben in einer einzigen Frontline-Rolle. Customer Success ersetzt den Vertrieb damit nicht. Es erg\u00e4nzt das bestehende Service-Sales-System durch eine eigenst\u00e4ndige, auf Nutzung und Wertrealisierung ausgerichtete Verantwortungslogik (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1177\/1094670521997565?utm_source=chatgpt.com\">Hochstein et al., 2021<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die praktische Bedeutung zeigt sich beispielsweise bei einer m\u00f6glichen Produkterweiterung. Ein kurzfristiges Umsatzziel kann f\u00fcr den sofortigen Verkauf sprechen. Die Kundenwertperspektive kann dagegen ergeben, dass zun\u00e4chst Nutzung, Prozesse oder Kompetenzen stabilisiert werden m\u00fcssen. Ein vorschneller Verkauf erzeugt dann zwar zus\u00e4tzlichen Umsatz, erh\u00f6ht m\u00f6glicherweise aber auch die Komplexit\u00e4t f\u00fcr den Kunden und erschwert die sp\u00e4tere Wertrealisierung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Account Management kann kommerzielle Verantwortung und Kundenorientierung miteinander verbinden. Daf\u00fcr m\u00fcssen Aufgaben, Kompetenzen, Kapazit\u00e4ten, Kennzahlen und Verg\u00fctungssysteme entsprechend gestaltet sein. Wird eine Rolle \u00fcberwiegend an Abschl\u00fcssen, Renewals und Umsatz gemessen, sollte das Unternehmen nicht ungepr\u00fcft voraussetzen, dass sie gleichzeitig die langfristige Wertrealisierung systematisch steuert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Customer Success setzt deshalb einen anderen Ausgangspunkt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Nicht die n\u00e4chste Verkaufsm\u00f6glichkeit steht am Anfang, sondern das n\u00e4chste relevante Kundenergebnis.<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Expansion bleibt ein legitimes und wirtschaftlich wichtiges Ziel. Sie sollte jedoch auf zus\u00e4tzlichem Kundennutzen und realistischen Voraussetzungen f\u00fcr dessen Realisierung beruhen. Damit erg\u00e4nzt und st\u00e4rkt Customer Success den Vertrieb und das Account Management, statt beide Funktionen zu ersetzen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Weshalb Support allein die L\u00fccke ebenfalls nicht schlie\u00dft<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Support sichert die Funktionsf\u00e4higkeit einer Leistung. Er beantwortet Fragen, analysiert Fehler, bearbeitet Incidents und stellt den vereinbarten Service wieder her.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seine Arbeitsweise ist typischerweise fallbezogen und \u00fcberwiegend reaktiv: Ein Supportprozess beginnt in der Regel, wenn der Kunde oder ein Monitoring-System eine St\u00f6rung, Abweichung oder Frage erkennt. Customer Success verfolgt demgegen\u00fcber eine proaktive Post-Sales-Logik. Es beobachtet neben Produktnutzung und Beziehungsqualit\u00e4t auch, ob der Kunde den angestrebten Wert realisiert (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.indmarman.2020.08.001\">Hilton et al., 2020<\/a>; <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.ijresmar.2023.09.002\">Hochstein et al., 2023<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele Risiken erzeugen zun\u00e4chst kein Ticket:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Das Onboarding verliert an Geschwindigkeit.<\/li>\n\n\n\n<li>Anwender verwenden nur einen kleinen Teil der relevanten Funktionen.<\/li>\n\n\n\n<li>Interne Verantwortliche oder Sponsoren wechseln.<\/li>\n\n\n\n<li>Die L\u00f6sung wird nicht in die entscheidenden Prozesse integriert.<\/li>\n\n\n\n<li>Kundenziele wurden nicht messbar formuliert.<\/li>\n\n\n\n<li>Erreichte Ergebnisse werden nicht dokumentiert.<\/li>\n\n\n\n<li>Die L\u00f6sung funktioniert technisch, erzeugt aber keinen erkennbaren Gesch\u00e4ftsnutzen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Support kann solche Entwicklungen punktuell wahrnehmen. Sein Fallmanagement ist jedoch gew\u00f6hnlich nicht darauf ausgerichtet, sie \u00fcber den gesamten Kundenlebenszyklus zu bewerten und funktions\u00fcbergreifend zu steuern.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Support bearbeitet erkannte Anliegen. Customer Success soll relevante Entwicklungen fr\u00fchzeitig erkennen, bevor daraus Probleme, Eskalationen oder K\u00fcndigungsrisiken entstehen.<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch Customer Success ersetzt den Support nicht. Es nutzt dessen Erkenntnisse als wichtige Signale und koordiniert notwendige Ma\u00dfnahmen mit den zust\u00e4ndigen Fachbereichen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Welche organisatorische L\u00fccke Customer Success schlie\u00dft<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Funktionen lassen sich anhand ihrer prim\u00e4ren Verantwortung unterscheiden. Die Tabelle beschreibt typische, keine allgemeing\u00fcltigen Organisationsmodelle:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><th>Funktion<\/th><th>Prim\u00e4re Verantwortung<\/th><th>Typische Perspektive<\/th><th>Erfolg zeigt sich vor allem durch<\/th><\/tr><tr><td>Vertrieb<\/td><td>Neukundengewinnung<\/td><td>Verkaufschance und Abschluss<\/td><td>Auftragseingang, Neukundenumsatz<\/td><\/tr><tr><td>Account Management<\/td><td>Kommerzielle Bestandskundenentwicklung<\/td><td>Vertrag, Beziehung und Umsatzpotenzial<\/td><td>Renewal, Cross- und Upselling<\/td><\/tr><tr><td>Support<\/td><td>Wiederherstellung der Funktionsf\u00e4higkeit<\/td><td>Anfrage, Incident oder Problem<\/td><td>Reaktionszeit, L\u00f6sungszeit, Servicequalit\u00e4t<\/td><\/tr><tr><td>Customer Success<\/td><td>Unterst\u00fctzung von Wertrealisierung und Zielerreichung<\/td><td>Kundenlebenszyklus und Gesch\u00e4ftsergebnis<\/td><td>Time-to-Value, Adoption, Zielerreichung, Retention<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Zuordnung bedeutet nicht, dass jede Verantwortung eine eigene Stellenbezeichnung oder Abteilung ben\u00f6tigt. Kleinere Unternehmen k\u00f6nnen mehrere Verantwortungsbereiche in einer Rolle verbinden. Entscheidend ist, die verschiedenen Arbeitslogiken bewusst zu gestalten und Zielkonflikte transparent zu steuern. Die Forschung zur organisatorischen Ausrichtung von Customer Success unterstreicht dabei die Bedeutung der Abstimmung zwischen Marketing, Vertrieb und IT beziehungsweise den leistungsbeteiligten Funktionen (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.indmarman.2024.05.004\">Graesch, Hensel-B\u00f6rner und Henseler, 2024<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Unternehmen ben\u00f6tigt deshalb nicht automatisch eine zus\u00e4tzliche Abteilung. Es ben\u00f6tigt aber eine eindeutige Antwort auf f\u00fcnf Fragen:<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"1\" class=\"wp-block-list\">\n<li>Wer h\u00e4lt die erwarteten Kundenergebnisse fest?<\/li>\n\n\n\n<li>Wer steuert den Weg vom Verkaufsversprechen zur erfolgreichen Nutzung?<\/li>\n\n\n\n<li>Wer erkennt Risiken, die noch keinen Supportfall erzeugen?<\/li>\n\n\n\n<li>Wer macht erreichten Nutzen f\u00fcr Kunden und Anbieter sichtbar?<\/li>\n\n\n\n<li>Wer koordiniert die beteiligten Funktionen \u00fcber den Kundenlebenszyklus hinweg?<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bleiben diese Fragen unbeantwortet, besteht eine Customer-Success-L\u00fccke \u2013 unabh\u00e4ngig von den vorhandenen Stellenbezeichnungen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was Customer Success Management konkret leistet<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Customer Success Management ist ein funktions\u00fcbergreifender Managementansatz. Er verbindet Strategie, Verantwortlichkeiten, Prozesse, Daten und Kennzahlen mit dem Ziel, die Wertrealisierung des Kunden systematisch zu unterst\u00fctzen. Aus Kundensicht umfasst der Ansatz sowohl konkrete kundenbezogene Aktivit\u00e4ten als auch die daf\u00fcr erforderlichen Strukturen und Prozesse beim Anbieter (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.indmarman.2021.05.004\">Prohl-Schwenke und Kleinaltenkamp, 2021<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Customer-Success-Funktion \u00fcbernimmt dabei h\u00e4ufig die Rolle eines <strong>Wertorchestrators<\/strong>. Sie erbringt nicht jede erforderliche Leistung selbst, sondern koordiniert die beteiligten Akteure, Ressourcen und Kompetenzen mit Blick auf das angestrebte Kundenergebnis (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1108\/EJM-04-2023-0222\">Goad et al., 2024<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kundenziele operationalisieren<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allgemeine Kaufmotive wie \u201emehr Effizienz\u201c oder \u201ebessere Transparenz\u201c reichen f\u00fcr eine sp\u00e4tere Erfolgsbewertung nicht aus. Customer Success \u00fcbersetzt sie gemeinsam mit dem Kunden in \u00fcberpr\u00fcfbare Ergebnisse. Dieses gemeinsame Identifizieren, Abstimmen und Operationalisieren von Zielen wird in der Forschung als <strong>Goal Framing<\/strong> beschrieben (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s11747-025-01121-5\">Gehring et al., 2026<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein konkretes Ziel k\u00f6nnte lauten:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die durchschnittliche Bearbeitungszeit eines definierten Prozesses soll innerhalb von sechs Monaten um 20 Prozent sinken.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dazu geh\u00f6ren eine Ausgangsbasis, geeignete Kennzahlen, Verantwortlichkeiten und ein realistischer Zielzeitraum.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die \u00dcbergabe vom Vertrieb absichern<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei einer unstrukturierten \u00dcbergabe k\u00f6nnen Kaufgr\u00fcnde, priorisierte Anwendungsf\u00e4lle, Stakeholder, Risiken und Zusagen verloren gehen. Der Kunde muss seine Situation erneut erkl\u00e4ren, w\u00e4hrend intern unterschiedliche Erwartungen entstehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Customer Success \u00fcberf\u00fchrt das Verkaufsversprechen deshalb in einen gemeinsamen Success Plan. Dieser dokumentiert Ziele, Meilensteine, Beitr\u00e4ge und Erfolgskriterien. Entscheidend ist nicht das Dokument selbst, sondern die zwischen Anbieter und Kunde abgestimmte Arbeitsgrundlage.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Time-to-Value im Onboarding verk\u00fcrzen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein erfolgreiches Onboarding endet nicht mit der technischen Bereitstellung. Es f\u00fchrt den Kunden m\u00f6glichst schnell zu einem ersten relevanten Ergebnis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem Beitrag bezeichnet <strong>Time-to-Value<\/strong> den Zeitraum zwischen einem festgelegten Startpunkt \u2013 beispielsweise dem Beginn des Onboardings \u2013 und dem ersten f\u00fcr den Kunden erkennbaren Wertbeitrag. Customer Success richtet Implementierung, Bef\u00e4higung und fachliche Anwendung darauf aus, diesen Zeitraum zu verk\u00fcrzen. Das ist eine operative Zielgr\u00f6\u00dfe, keine Garantie f\u00fcr den sp\u00e4teren Gesamterfolg.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Adoption mit Gesch\u00e4ftsergebnissen verbinden<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Produktnutzung ist ein wichtiger Indikator, aber noch kein Kundenerfolg. Customer Success fragt deshalb nicht nur, welche Funktionen verwendet werden, sondern welche Verhaltens- oder Prozessver\u00e4nderung daraus entsteht. Forschung zu Value-in-Use und Customer Success st\u00fctzt diese Unterscheidung zwischen Nutzung, Ressourcenintegration und Zielerreichung (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1509\/jm.15.0109\">Macdonald, Kleinaltenkamp und Wilson, 2016<\/a>; <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s11747-025-01121-5\">Gehring et al., 2026<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die entscheidende Wirkungskette lautet:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Nutzung \u2192 ver\u00e4ndertes Verhalten oder Prozesse \u2192 verbessertes Ergebnis \u2192 nachweisbarer Wert<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Risiken fr\u00fchzeitig erkennen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Customer Health Score kann objektive und subjektive Signale zusammenf\u00fchren. Die Forschung nennt insbesondere Beziehungsqualit\u00e4t, Produktnutzung und Wertrealisierung als zentrale Bestandteile von Customer Health (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.ijresmar.2023.09.002\">Hochstein et al., 2023<\/a>). Je nach Gesch\u00e4ftsmodell k\u00f6nnen weitere Signale wie Projektfortschritt, Supportentwicklung oder Stakeholderstabilit\u00e4t hinzukommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Score ersetzt keine fachliche Bewertung und beweist keine bevorstehende K\u00fcndigung. Er verdichtet Beobachtungen, macht Ver\u00e4nderungen sichtbar und kann definierte Analysen oder Playbooks ausl\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wertrealisierung sichtbar machen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Business Reviews sollten nicht bei offenen Tickets, neuen Funktionen und allgemeinen Zufriedenheitswerten stehen bleiben. Sie sollten die gemeinsame Wertbewertung erm\u00f6glichen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Welche Ziele wurden erreicht?<\/li>\n\n\n\n<li>Welche Ergebnisse lassen sich nachweisen?<\/li>\n\n\n\n<li>Wo bestehen Abweichungen?<\/li>\n\n\n\n<li>Welche Hindernisse m\u00fcssen beseitigt werden?<\/li>\n\n\n\n<li>Welche Ziele folgen f\u00fcr die n\u00e4chste Phase?<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Ausrichtung entspricht der proaktiven Customer-Success-Logik: Kunden werden f\u00fcr die Wertrealisierung bef\u00e4higt, der erreichte Wert wird sichtbar gemacht und ihre Perspektive wird innerhalb des Anbieterunternehmens vertreten (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1177\/1094670521997565\">Hochstein et al., 2021<\/a>). Die Grundlage einer Vertragsverl\u00e4ngerung entsteht damit w\u00e4hrend der gesamten Zusammenarbeit \u2013 nicht erst kurz vor dem K\u00fcndigungstermin.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Welche wirtschaftliche Wirkung Customer Success entfalten kann<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Customer Success verbindet Kundenwert und Anbieterwert. Die wirtschaftliche Wirkung entsteht jedoch nicht unmittelbar durch zus\u00e4tzliche Kundenkontakte oder allein durch die Besch\u00e4ftigung von Customer Success Managern. Sie folgt einer Wirkungskette:<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"1\" class=\"wp-block-list\">\n<li>Customer-Success-Aktivit\u00e4ten unterst\u00fctzen Zielkl\u00e4rung, Bef\u00e4higung und Nutzung.<\/li>\n\n\n\n<li>Nutzung und gemeinsame Ressourcenintegration ver\u00e4ndern Prozesse oder Verhalten beim Kunden.<\/li>\n\n\n\n<li>Daraus k\u00f6nnen messbare Ergebnisse und sichtbarer Kundenwert entstehen.<\/li>\n\n\n\n<li>Realisierter Wert und ein positiver Customer Health verbessern die Voraussetzungen f\u00fcr Retention, Renewal, Expansion und Advocacy.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Empirische Forschung zeigt, dass Customer Health \u2013 bestehend aus Beziehungsqualit\u00e4t, Produktnutzung und Wertrealisierung \u2013 die proaktive Steuerung von B2B-Kundenbeziehungen und die Verringerung von Churn unterst\u00fctzen kann (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.ijresmar.2023.09.002\">Hochstein et al., 2023<\/a>). Aus Kundensicht k\u00f6nnen gut gestaltete Customer-Success-Aktivit\u00e4ten zudem Value-in-Use-Erfahrungen und Wiederkaufentscheidungen f\u00f6rdern (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.indmarman.2021.05.004\">Prohl-Schwenke und Kleinaltenkamp, 2021<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Expansion, Advocacy und ein h\u00f6herer Customer Lifetime Value sind m\u00f6gliche nachgelagerte Wirkungen. Sie treten jedoch nicht automatisch ein und m\u00fcssen im jeweiligen Gesch\u00e4ftsmodell gesondert \u00fcberpr\u00fcft werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die unternehmensspezifische Wirkungsmessung kommen insbesondere folgende Zielgr\u00f6\u00dfen infrage:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>schnellere produktive Nutzung,<\/li>\n\n\n\n<li>breitere oder tiefere Adoption,<\/li>\n\n\n\n<li>fr\u00fchere Erkennung von Abwanderungsrisiken,<\/li>\n\n\n\n<li>stabilere Vertragsverl\u00e4ngerungen,<\/li>\n\n\n\n<li>wertorientiertes Cross- und Upselling,<\/li>\n\n\n\n<li>Empfehlungen und Referenzen,<\/li>\n\n\n\n<li>einen h\u00f6heren Customer Lifetime Value sowie<\/li>\n\n\n\n<li>verwertbares Feedback f\u00fcr Produkt- und Serviceentwicklung.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Wirkungen m\u00fcssen den eingesetzten Ressourcen gegen\u00fcbergestellt werden. Customer Success muss selbst wirtschaftlich gestaltet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dazu geh\u00f6ren:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>eine Segmentierung nach Wertpotenzial, Komplexit\u00e4t und Unterst\u00fctzungsbedarf,<\/li>\n\n\n\n<li>passende High-Touch-, Mid-Touch- und digitale Betreuungsmodelle,<\/li>\n\n\n\n<li>klare Verantwortlichkeiten,<\/li>\n\n\n\n<li>standardisierte Abl\u00e4ufe und Playbooks,<\/li>\n\n\n\n<li>verl\u00e4ssliche Kunden-, Nutzungs- und Ergebnisdaten sowie<\/li>\n\n\n\n<li>eine regelm\u00e4\u00dfige Bewertung von Aufwand und wirtschaftlicher Wirkung.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht jeder Kunde ben\u00f6tigt dieselbe Betreuungsintensit\u00e4t. Strategische oder komplexe Kunden k\u00f6nnen eine pers\u00f6nliche Begleitung erfordern. Andere Kundengruppen lassen sich durch digitale Lernangebote, automatisierte Hinweise, Gruppenformate und standardisierte Erfolgspfade unterst\u00fctzen. Diese Ausgestaltung ist eine Managemententscheidung und muss zum Gesch\u00e4ftsmodell, zum Wertpotenzial und zu den tats\u00e4chlichen Kundenanforderungen passen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Customer Success ist kein neues Etikett f\u00fcr bestehende Aufgaben<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Einf\u00fchrung bleibt wirkungslos, wenn Unternehmen lediglich Rollen umbenennen. Aus einem Account Manager wird ein Customer Success Manager, w\u00e4hrend Umsatzvorgaben und Vertragsverhandlungen unver\u00e4ndert im Mittelpunkt bleiben. Oder ein Supportteam erh\u00e4lt einen neuen Namen, bearbeitet aber weiterhin ausschlie\u00dflich eingehende Tickets.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Forschung zur Einf\u00fchrung von Customer Success Management zeigt, dass die relevanten Treiber sowohl auf Anbieter- als auch auf Kundenseite liegen und erwarteten, erlebten sowie beziehungsbezogenen Wert betreffen. Eine belastbare Implementierung erfordert deshalb mehr als eine neue Stellenbezeichnung (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.indmarman.2022.02.003\">Kleinaltenkamp, Prohl-Schwenke und Ker\u00e4nen, 2022<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mindestens zu kl\u00e4ren sind:<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"1\" class=\"wp-block-list\">\n<li>eine organisationsspezifische Definition von Kundenerfolg,<\/li>\n\n\n\n<li>messbare Kunden- und Unternehmensziele,<\/li>\n\n\n\n<li>definierte Segmente und Betreuungsmodelle,<\/li>\n\n\n\n<li>eindeutige Verantwortlichkeiten,<\/li>\n\n\n\n<li>geregelte \u00dcbergaben,<\/li>\n\n\n\n<li>abgestimmte Prozesse zwischen Vertrieb, Onboarding, Support, Produkt und weiteren Leistungstr\u00e4gern,<\/li>\n\n\n\n<li>geeignete Nutzungs-, Risiko- und Ergebnisdaten sowie<\/li>\n\n\n\n<li>Kennzahlen f\u00fcr Kundenwert und wirtschaftliche Wirkung.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Customer Success Management ist damit weder eine freundlichere Bezeichnung f\u00fcr Kundenservice noch lediglich ein vertriebliches Instrument zur Umsatzsteigerung. Es ist eine Managementdisziplin zur systematischen Unterst\u00fctzung gemeinsamer Wertrealisierung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit: Kundenerfolg muss organisiert werden<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Customer Success Management wird zur organisatorischen Notwendigkeit, wenn ein wesentlicher Teil des wirtschaftlichen Erfolgs eines Anbieters davon abh\u00e4ngt, dass Kunden den versprochenen Nutzen tats\u00e4chlich realisieren und nachweisen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vertrieb und Account Management gestalten Akquisition, Vertr\u00e4ge und kommerzielle Entwicklung. Support bearbeitet Fragen und stellt die Funktionsf\u00e4higkeit wieder her. Alle drei Funktionen bleiben unverzichtbar. Keine von ihnen \u00fcbernimmt jedoch automatisch die proaktive und langfristige Orchestrierung der gemeinsamen Wertrealisierung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genau diese Verantwortungs- und Steuerungsl\u00fccke schlie\u00dft Customer Success Management. Es verbindet Kundenziele, Onboarding, Nutzung, funktions\u00fcbergreifende Zusammenarbeit und messbare Ergebnisse \u00fcber den Kundenlebenszyklus hinweg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die entscheidende Managementfrage lautet deshalb nicht nur:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eHaben wir das Produkt erfolgreich verkauft?\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie lautet auch:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eKann unser Kunde nachweisen, dass er damit erfolgreich ist \u2013 und haben wir die Voraussetzungen daf\u00fcr systematisch mitgestaltet?\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unternehmen, die diese Frage \u00fcberzeugend beantworten, schaffen mehr als zufriedene Kunden. Sie entwickeln eine belastbare Grundlage f\u00fcr Retention, planbarere Bestandsums\u00e4tze und langfristiges Wachstum.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">N\u00e4chster Schritt<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pr\u00fcfen Sie f\u00fcr Ihre Organisation die f\u00fcnf Verantwortungsfragen aus diesem Beitrag. Bleibt bereits eine davon unbeantwortet, lohnt sich eine systematische Analyse Ihres After-Sales-Modells und der bestehenden Customer-Success-L\u00fccke.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wissenschaftliche Grundlagen<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Gehring, A., Ulaga, W., Eggert, A. &amp; Hochstein, B. (2026). <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s11747-025-01121-5\">Customer success: An interorganizational performance concept in business markets<\/a>. <em>Journal of the Academy of Marketing Science, 54<\/em>(2), 402\u2013425.<\/li>\n\n\n\n<li>Goad, E. A., Chase, K. S., Brauer, D. B., Chefor, E., Chaker, N. N., Rabago, R., Hochstein, B. &amp; Hansen, J. D. (2024). <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1108\/EJM-04-2023-0222\">Orchestration of value: The role of customer success managers within sales ecosystems<\/a>. <em>European Journal of Marketing, 58<\/em>(3), 756\u2013781.<\/li>\n\n\n\n<li>Graesch, J. P., Hensel-B\u00f6rner, S. &amp; Henseler, J. (2024). <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.indmarman.2024.05.004\">Customer success management through alignment of marketing, sales and IT<\/a>. <em>Industrial Marketing Management, 120<\/em>, 1\u201314.<\/li>\n\n\n\n<li>Gr\u00f6nroos, C. &amp; Voima, P. (2013). <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s11747-012-0308-3\">Critical service logic: Making sense of value creation and co-creation<\/a>. <em>Journal of the Academy of Marketing Science, 41<\/em>, 133\u2013150.<\/li>\n\n\n\n<li>Hilton, B., Hajihashemi, B., Henderson, C. M. &amp; Palmatier, R. W. (2020). <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.indmarman.2020.08.001\">Customer Success Management: The next evolution in customer management practice?<\/a>. <em>Industrial Marketing Management, 90<\/em>, 360\u2013369.<\/li>\n\n\n\n<li>Hochstein, B., Chaker, N. N., Rangarajan, D., Nagel, D. &amp; Hartmann, N. N. (2021). <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1177\/1094670521997565\">Proactive value co-creation via structural ambidexterity: Customer Success Management and the modularization of frontline roles<\/a>. <em>Journal of Service Research, 24<\/em>(4), 601\u2013621.<\/li>\n\n\n\n<li>Hochstein, B., Voorhees, C. M., Pratt, A. B., Rangarajan, D., Nagel, D. M. &amp; Mehrotra, V. (2023). <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.ijresmar.2023.09.002\">Customer Success Management, customer health, and retention in B2B industries<\/a>. <em>International Journal of Research in Marketing, 40<\/em>(4), 912\u2013932.<\/li>\n\n\n\n<li>Jasmand, C., Blazevic, V. &amp; de Ruyter, K. (2012). <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1509\/jm.10.0448\">Generating sales while providing service: A study of customer service representatives\u2019 ambidextrous behavior<\/a>. <em>Journal of Marketing, 76<\/em>(1), 20\u201337.<\/li>\n\n\n\n<li>Kleinaltenkamp, M., Prohl-Schwenke, K. &amp; Ker\u00e4nen, J. (2022). <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.indmarman.2022.02.003\">What drives the implementation of Customer Success Management? Antecedents of Customer Success Management from suppliers\u2019 and customers\u2019 perspectives<\/a>. <em>Industrial Marketing Management, 102<\/em>, 338\u2013350.<\/li>\n\n\n\n<li>Kowalkowski, C. &amp; Ulaga, W. (2024). <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.indmarman.2024.01.014\">Subscription offers in business-to-business markets: Conceptualization, taxonomy, and framework for growth<\/a>. <em>Industrial Marketing Management, 117<\/em>, 440\u2013456.<\/li>\n\n\n\n<li>Macdonald, E. K., Kleinaltenkamp, M. &amp; Wilson, H. N. (2016). <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1509\/jm.15.0109\">How business customers judge solutions: Solution quality and value in use<\/a>. <em>Journal of Marketing, 80<\/em>(3), 96\u2013120.<\/li>\n\n\n\n<li>Madruga, R. P., Hilton, B., Hochstein, B., Navarro, L. L. L., Silva, \u00c9. R. &amp; Haddad, A. N. (2024). <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1080\/23311975.2024.2362811\">Comparing and contrasting Customer Success Management and relationship marketing<\/a>. <em>Cogent Business &amp; Management, 11<\/em>(1), 2362811.<\/li>\n\n\n\n<li>Prohl-Schwenke, K. &amp; Kleinaltenkamp, M. (2021). <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.indmarman.2021.05.004\">How business customers judge Customer Success Management<\/a>. <em>Industrial Marketing Management, 96<\/em>, 197\u2013212.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum Unternehmen Customer Success Management brauchen Der Vertrag ist unterschrieben, der Kunde hat Zugriff auf die L\u00f6sung und die Rechnung ist gestellt. Trotzdem nutzt der Kunde nur einen Teil der Funktionen. Verbesserungen, die mit der L\u00f6sung einhergehen sollten, treten in zu geringem Umfang ein, werden nicht wahrgenommen und lassen sich nicht belegen. 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